Freistellung von speziell qualifizierten Pflegefachpersonen in der Pflegeentwicklung
Welche Veränderung oder Initiative hat euren Arbeitsalltag deutlich verbessert – und wäre auch für andere Teams oder Häuser eine gute Idee?
Bei uns und bereits in weiteren Einrichtungen in Deutschland übernehmen speziell qualifizierte Pflegefachpersonen zusätzlich zur direkten Patient*innenenversorgung Aufgaben in der Praxisentwicklung. Dafür werden sie regelmäßig oder projektbezogen teilweise von der Stationsarbeit freigestellt.
Was ist passiert?
Diese Kräfte übernehmen Aufgaben wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Leitlinien zu recherchieren und auf ihre Relevanz für die eigene Einrichtung zu prüfen, pflegerische Standards, Leitfäden und Verfahrensanweisungen zu entwickeln oder regelmäßig zu aktualisieren oder Kolleg*innen zu beraten, Schulungen/Fortbildungen durchzuführen und vieles mehr.
Was hat sich dadurch verbessert?
Durch diese Aufgaben wird sichergestellt, dass pflegerische Abläufe regelmäßig anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse überprüft und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig erhalten die Stationsteams eine feste Ansprechperson für fachliche Fragen, die Veränderungen begleitet und deren Umsetzung im Alltag unterstützt. Ziel ist es, eine evidenzbasierte, qualitativ hochwertige und zugleich praxistaugliche Pflege nachhaltig im Klinikalltag zu verankern.
Was hat dazu beigetragen, dass es so gut lief?
Enge Zusammenarbeit zwischen Pflegedirektion und Pflegenden, die motiviert sind an wissenschaftlichem Arbeiten.